Der Nikolaus kam mit der Kutsche – anders als sonst! – aber er kam

Mit über 100 Leuten eine Andacht feiern und anschließend mit einer Tasse Punsch an der Feuerschale stehen  – das fällt unter die vielen lieben Gewohnheiten, die in diesem besonderen Jahr undenkbar waren. Wenn dann in den Vorjahren der Nikolaus mit der Pferdekutsche vorgefahren kam, war der Andrang der Kinder stets riesig.

Als im Spätherbst die Kontaktbeschränkungen massiv verschärft wurden, war das mühsam ausgefeilte Hygienekonzept für die Nikolausfeier nur noch ein Papiertiger. Also einfach ausfallen lassen und auf nächstes Jahr hoffen? Das war für die Aktiven das Offenen Astwerks keine Option! Die rettende Idee: Wenn die Kinder nicht zum Kutschennikolaus kommen dürfen, könnte er doch zumindest die Kinder besuchen.

Also wurde der Nikolaus mit seiner Kutsche auf Reisen geschickt. Ein fleißiger Engel hatte vorab die Eltern informiert, wann und wo der Nikolaus unterwegs sein würde und auch ganz offiziell beim Gesundheitsamt eine Ausnahmegenehmigung beantragt. So konnten sich die Familien weit verteilt am Straßenrand postieren und den Nikolaus auf sich zufahren sehen. Natürlich hatte der Heilige wie immer auch für jedes Kind ein kleines Sackerl dabei, das mit Maske und viel Abstand überreicht wurde.

Die Resonanz auf die etwas andere Nikolausaktion war sehr positiv. Gerade wenn so viele große Vergnügungen ausfallen müssen, wird man dankbar für alles Kleine. Viele Kinder fanden es sogar richtig toll, dass der Nikolaus sich ihnen ganz persönlich und ohne Gedränge widmen konnte.

Auch das beliebte Weihnachtsbasteln musste nicht ausfallen, sondern wurde mit einer Bastelkiste zum Bestellen an den heimischen Küchentisch verlagert. In Zusammenarbeit mit der NISCHE in Obergolding wurden alle benötigten Bastelzutaten liebevoll verpackt und ausgeliefert. Auf diese Weisen entstanden viele “Zauberhafte Weihnachts-Wichtel-Gärtchen“.

Wir hoffen mit unseren Aktionen einigen Kindern eine Freude bereitet zu haben und wünschen euch gesegnete Weihnachten!